Wie ein Vision Board dir dabei hilft deine Träume in die Realität zu bringen

Vision Boards sind mittlerweile voll im Trend. Besonders bei der Visualisierung deiner Ziele und Träume können sie ein großartiges Unterstützungstool sein. Dabei reicht die Erstellung eines Vision Boards allein noch nicht aus, damit deine Träume tatsächlich real werden. In diesem Artikel erzähle ich dir, was ein Vision Board überhaupt ist und wofür du es nutzen kannst, wie du dein persönliches Board gestaltest und wie du es im Anschluss auch noch richtig verwendest.

Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich eigentlich schon immer verschiedene Arten von Vision Boards gehabt, auf denen ich Erinnerungen, Gefühle und Ziele festgehalten habe – früher habe ich es nur noch nicht als solche bezeichnet und auch noch nicht so aktiv damit gearbeitet wie heute. Seit gut eineinhalb Jahren arbeite ich bewusst mit ihnen. Vor kurzem habe ich dann für die Teilnehmer der „Let’s empire our minds 2019“-Gruppe von Dori und Jan (vom empiremymind Podcast, unbezahlte Werbung) ein Live-Webinar gegeben, in dem ich über meine Arbeit mit Vision Boards erzählt habe. Da ich das Thema so spannend finde und es ein wunderschöner Teil meines kreativen Lebens ist, möchte ich mein Wissen und meine bisherigen Erkenntnisse nun mit dir in einem Blogartikel teilen.

“Ein Ziel, das man nicht sieht, wird man nicht erreichen!”

(Giulia Peter, this mindful life)

Was ist eigentlich ein Vision Board und wofür kann ich es nutzen?

Diese Frage ist relativ schnell beantwortet: Ein Vision Board ist eine kreative Illustration deiner persönlichen Wünsche, Träume und Ziele. Es dient als konstante Erinnerung an die Zukunft, die du dir selbst gestalten möchtest, und an die Ziele, die du erreichen möchtest.

Normalerweise handelt es sich bei einem Vision Board um eine Collage aus Bildern und Texten, Postkarten und Zitaten. Dabei stehen all die auf dem Board enthaltenen Bilder und Sprüche im Zusammenhang mit deinen Wünschen, Träumen und Zielen.

Grundsätzlich gibt es keine Regeln dazu, was auf einem Vision Board zu sehen sein darf und was nicht. Wichtig ist immer, dass es sich für dich stimmig anfühlt und in dir positive Gefühle auslöst. Das Board soll als emotionaler Anreiz zur Erreichung deiner Ziele genutzt werden und stellt eine Verknüpfung zwischen deinem Kopf und Herzen dar. Darauf gehe ich in den späteren Abschnitten noch mal genauer ein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um ein Vision Board zu nutzen: So kannst du es zum Beispiel als Lebensboard nutzen und darauf festhalten, wie genau dein Leben insgesamt einmal aussehen soll oder du gestaltest dir ein Jahresboard und hältst die Ziele für die kommenden zwölf Monate darauf fest. Alternativ kannst du es aber auch für einzelne Themen oder bestimmte Lebensbereiche erstellen (zum Beispiel dein Business, deine Beziehung oder deine Ernährung).

Ein Vision Board ist grundsätzlich nicht in Stein gemeißelt und kann verändert werden. So kannst du ein Board, das du letztes Jahr gestaltet hast, dieses Jahr schon wieder neu gestalten, wenn du zum Beispiel die darauf festgehaltenen Ziele erreicht hast oder sich deine Träume verändert haben.

Ich selbst arbeite wie gesagt seit einiger Zeit mit Vision Boards und habe mittlerweile sogar mehrere in meiner Wohnung hängen, unter anderem ein Jahresboard mit meinen Plänen für 2019, ein Lebensboard mit meiner Vision von meinem Leben und ein Motivations-Board, das mich daran erinnert, dass das Leben konstant aus Veränderungen besteht und ich mit lebenslangem Lernen alle meine Ziele erreichen kann. 🙂 Aktuell arbeite ich gerade an einem Themen-spezifischen Board für mein persönliches Money-Mindset!

Wie gestalte ich mir mein persönliches Vision Board?

Bevor du mit der eigentlichen Gestaltung deines Vision Boards beginnen kannst, solltest du ein paar Vorbereitungen treffen.

1. Werde dir über deine Vision bewusst und lege deine Ziele fest.

Mach dir zunächst einmal Gedanken darüber, was genau dein Board eigentlich darstellen soll und welche Ziele du verfolgst. Möchtest du ein Lebensboard erstellen – dann frage dich, welche Bereiche zu deinem Leben gehören und wie diese Bereiche aussehen sollen. Oder möchtest du dir zum Beispiel ganz konkret ein Board für deine Partnerschaft erstellen – dann mach dir Gedanken, was du von einer erfolgreichen und positiven Partnerschaft erwartest. Sei für dich so konkret wie möglich und halte deine Gedanken am besten schriftlich fest – sammele deine Ideen beispielweise beim Journalen oder mach dir eine Liste.

Wichtig ist, dass du den Fokus nicht ausschließlich auf materielle Dinge richtest, sondern dich auf die Gefühle fokussierst, die durch das Erreichen deiner Ziele bei dir entstehen sollen. Nehmen wir mal an, du wünschst dir einen Porsche (das ist jetzt ein seeehr materialistischer Wunsch, ich weiß 😉 ) – dann schreibe auf deine Liste nicht nur „Ich möchte einen Porsche!“, sondern auch, wie du dich fühlen möchtest, wenn du diesen hast (z. B. „Ich möchte mich damit frei und unabhängig fühlen!“)

 

2. Entscheide dich für die für dich richtigen Materialien

Im nächsten Schritt kannst du dir dann überlegen, was du alles für die Erstellung deines Vision Boards brauchst. Zunächst mal kannst du dir überlegen, ob du dir ein klassisches Board basteln möchtest, das du dir in deine Wohnung hängen kannst, oder ob du lieber ein digitales Board haben möchtest, das du jederzeit und überall mit dir rum tragen kannst (z. B. auf deinem Handy) – dafür sind Plattformen wie Pinterest oder Unsplashed (Werbung, unbezahlt) gut geeignet, denn sie erlauben dir nicht nur geeignete Bilder für deine Themen zu finden, sondern auch diese Bilder direkt auf Pinnwänden digital zu speichern.

Wenn du dich für ein klassisches Vision Board entscheidest, brauchst du auf jeden Fall einen festen Hintergrund: Das kann ein Whiteboard oder eine Kork-Pinnwand sein – der Vorteil davon ist, dass du die Bilder auch immer wieder abnehmen oder die Anordnung neu sortieren kannst. Du kannst die Bilder aber auch auf Pappe aufkleben oder in einem Bilderrahmen kleben. Alles geht, nichts muss – du darfst hier komplett nach deinen Präferenzen arbeiten!

Als letztes benötigst du noch Fotos und Texte, die am Ende auf dein Board kommen sollen. Dafür kannst du entweder auch wieder auf den oben genannten Plattformen nach passenden Bildern suchen, oder du kaufst dir ein paar Zeitschriften, die du dann nach den passenden Bildern und Zitaten auseinander nehmen kannst. 🙂 Postkarten sind ebenfalls sehr gut geeignet für Vision Boards.

Sobald du alle Materialien zusammen hast, kann es an die tatsächliche Erstellung deines Vision Boards gehen. Hier empfehle ich dir, dir für den gesamten Prozess ausreichend Zeit zunehmen und dir eine angenehme, entspannte Atmosphäre zu kreieren, in der du vollständig in eine andere Welt eintauchen kannst!

 

3. Wähle die Bilder und Texte, die dich inspirieren

Gehe jetzt erstmal all deine Materialien (Zeitschriften, Postkarten, Fotos) durch und entscheide dich, welche davon final auf deinem Vision Board landen sollen. Wähle dabei vor allem Bilder, die zu deinen Zielen passen und die dem, was du wirklich möchtest, möglichst nah kommen. Denk dabei auch noch mal an die Gefühle, die du beim Erreichen deiner Ziele spüren möchtest!

Außerdem ist es wichtig, dass du Bilder und Zitate auswählst, die ausschließlich positive Gefühle in dir auslösen und dir zum Beispiel ein positives Bauchkribbeln bescheren, wenn du sie anschaust. Bitte wähle keine Bilder, die für dich mit negativen Gefühlen oder Erinnerungen verbunden sind. Wenn wir noch mal zurück zu dem Porsche-Beispiel gehen: wenn dein Vater früher in deiner Kindheit einen Porsche hatte, du aber kein gutes Verhältnis zu ihm hast, solltest du nicht unbedingt das Foto vom Auto deines Vaters aus dem alten Familienfotoalbum für dein Vision Board wählen…

 

4. Gestalte deine persönliche Collage

Als letztes kannst du dann die Collage selbst gestalten. Lass dir dabei Zeit um die Bilder so anzurichten, dass es sich für dich stimmig anfühlt. Die Bilder können völlig frei und durcheinander gewürfelt sein oder in Gruppen (zum Beispiel passend zu den von dir gewählten Lebensabschnitten auf deinem Lebensboard) geordnet werden.

Wenn sich die Anordnung der Bilder für dich stimmig anfühlt, kannst du dir noch überlegen, ob du das Board noch mit Verzierungen und zusätzlichen „Basteleien“, Stickern oder ähnlichem schmücken möchtest.

Das Ziel sollte es am Ende sein, dass dein Herz jedes Mal, wenn du dein Vision Board anschaust, vor Freude und Aufregung zu Hüpfen beginnt. 🙂

 

Wie verwende ich mein Vision Board richtig?

Falls du glaubst, dass du mit der Fertigstellung deines Vision Boards nun alles erledigt hast und dich entspannt zurücklehnen und darauf warten kannst bis sich deine Träume ganz automatisch erfüllt haben, hast du dich leider getäuscht! Denn wie ich bereits zu Anfang des Artikels geschrieben habe, ist dein Vision Board als emotionaler Anreiz zur Erreichung deiner Ziele gedacht – es entbindet dich nicht von der Verantwortung selbst ins Handeln zu kommen!

Um regelmäßig mit deinem Board arbeiten zu können, wählst du idealerweise zunächst mal einen passenden Ort aus, an dem du es aufhängen kannst. Je nach Thema kann es Sinn machen, das Vision Board in deinem Schlafzimmer zu positionieren, wo du es vor dem ins Bett gehen abends und direkt nach dem Aufwachen morgens anschauen kannst, oder zum Beispiel in deinem Büro beziehungsweise in der Nähe deines Schreibtisches, wenn das Board deine Business-Vision zeigt. Ich empfehle es nicht unbedingt einfach in den Kleiderschrank oder in eine Ecke zu stellen. Die Chancen, dass du gar nicht mit dem Board arbeitest, wenn du es nicht regelmäßig siehst, sind sehr groß.

Es ist wichtig, dass du dich regelmäßig mit deinen Zielen und ultimativ auch mit den Gefühlen, die das Board in dir auslöst, verbindest. Dies kannst du zum Beispiel im Rahmen einer Meditation machen oder einfach in dem du dir vorstellst, dass die auf dem Board festgehaltenen Ziele bereits Realität sind. Gehe tief in die Gefühle rein, die du erleben möchtest, wenn du die Ziele erreicht hast und fühle dich als hättest du sie schon längst erreicht!

Warum ist das wichtig? Vielleicht hast du schon einmal vom „Gesetz der Anziehung“ (im Englischen „Law of Attraction“ genannt) gehört. Dieses besagt, dass unsere Einstellungen, Gedanken und Glaubenssätze unsere Realität bestimmen, denn sie führen zu Ereignissen, Umständen und Chancen, die wiederum unsere ursprünglichen Gedanken und Glaubenssätze bestätigen werden. Das soll heißen: Um die Ziele auf deinem Vision Board zu erreichen, darfst du dich so fühlen als hättest du sie schon erreicht, denn dann kann das Universum (oder Gott – oder an wen oder was auch immer du glaubst) dir Erfahrungen schicken, die dir helfen werden, deine Ziele tatsächlich zu realisieren. Umgekehrt gilt aber auch: Wenn du nicht an deine eigene Vision glaubst oder daran, dass du deine Ziele erreichen kannst, wird dir auch das Vision Board dabei nicht helfen können, denn deine Gedanken und Glaubenssätze werden die falschen Zeichen ans Universum aussenden. Verbinde dich also regelmäßig mit den Zielen auf deinem Vision Board und gehe in die positive Energie, die dadurch bei dir ausgelöst wird.

Und dann werde (noch) aktiv(er)! Denn natürlich wird es dir nicht viel bringen, wenn du dich nun, wo du das Vision Board erstellt hast und regelmäßig mit den positiven Energien und Gefühlen, die es in dir auslöst, verbindest, einfach auf das Sofa legst und darauf wartest, dass das Universum all deine Wünsche erfüllt! Du musst auch dafür losgehen!

Ein gutes Beispiel ist hier vielleicht, wenn du auf deinem Vision Board den Wunsch nach einer neuen Partnerschaft dargestellt hast. Es reicht nicht aus, dir regelmäßig vorzustellen, du wärst in einer Beziehung, du musst auch das Haus verlassen und dem Universum die Möglichkeit geben, dir deinen Partner vorzustellen (höchstwahrscheinlich wird dieser nämlich nicht eines Tages einfach an der Haustür klingeln und sich dir vorstellen). Stattdessen solltest du rausgehen und die positive Energie, die aus der Verbindung mit deinem Vision Board gezogen hast, mit der Umwelt teilen, so dass Menschen (und ultimativ potentielle Partner) auf dich aufmerksam werden können.

An dem Beispiel lässt sich das Gesetz der Anziehung übrigens noch mal wunderschön erklären. Dir ist vielleicht schon mal aufgefallen oder du hast davon gehört, dass Menschen, die gerade frisch verliebt und in einer neuen Partnerschaft sind, häufig von anderen (fremden) Menschen angesprochen und zum Beispiel nach ihren Telefonnummern oder um ein Date gebeten werden. Die frisch Verliebten fragen sich dann, warum diese Menschen nicht schon während ihrer Single-Zeit da waren. Die Wahrheit ist aber: Das Energielevel, auf dem frisch Verliebte durch die Welt gehen ist so viel höher als das von (unglücklichen) Singles, dass sie in dem Moment, wo sie mit ihren (neuen, positiven) Gefühlen rausgehen, ganz anders wahrgenommen werden und eben auch positive Reaktionen erhalten und andere Menschen damit anziehen.

 

Zusammenfassend gilt also: es ist wichtig sowohl positiv als auch aktiv zu sein, wenn man die Ziele und Träume von seinem Vision Board in die Realität bringen möchte.

Um ins Handeln zu kommen, kannst du dir zum Beispiel auch täglich überlegen, was nun deine nächsten Schritte auf dem Weg zum Erreichen deiner Ziele sind. Ich persönlich mache das gerne morgens während des Journalings, wenn ich mir überlege, was der eine nächste Schritt ist, den ich heute aktiv umsetzen kann, um meiner Vision oder meinem Ziel näher zu kommen. Das mag manchmal sehr klein wirken, weil unsere Ziele und Visionen häufig natürlich sehr riesig erscheinen – aber wenn du täglich einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gehst, bist du am Ende eines Monats schon 30 Schritte gegangen – und überlege mal, wie viel näher du dann schon an der Erfüllung deiner Vision sein kannst?! 🙂

Um es nun noch einmal ganz klar und deutlich zu sagen: Ich finde Vision Boards sind wundervolle Tools um eine konstante (emotionale) Verbindung zu seinen eigenen Zielen und Träumen aufrecht erhalten zu können. Außerdem macht es riesigen Spaß sich das Board zu gestalten, weil man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Trotzdem hilft das Vision Board nur dann, wenn du auch aktiv daran arbeitest, deinen Zielen näher zu kommen!

“Positive Thinking only works when it’s combined with positive action!”

(unbekannt)

Ich hoffe, du konntest aus diesem Artikel einiges für dich mitnehmen und bist jetzt selbst inspiriert dir ein eigenes (neues) Vision Board zu erstellen. Teile gern mit mir, ob du zuvor bereits Erfahrung mit der Gestaltung von Vision Boards hattest und wenn ja, wie diese waren. Für welche Bereiche und Themen nutzt du die Boards? Ich freue mich, wenn du deine Antworten mit mir in den Kommentaren unter diesem Artikel teilst oder unter meinem Post auf Instagram.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

Alles Liebe

Deine Svenja

Foto Credit: Photo by Elsa Noblet on Unsplash_5KD5PmZEfcg

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