Menstruationsbeschwerden sind nicht normal!

Für viele Frauen sind Unterleibsschmerzen und andere Beschwerden Teil der monatlichen Blutung und machen dadurch die Menstruation zu einem eher negativen Erlebnis. Bei mir haben mit dem Absetzen der Pille die Menstruationsbeschwerden stark zugenommen und da ich in der klassischen Schulmedizin keine Antworten beziehungsweise zufriedenstellenden Lösungen gefunden habe, habe ich vor zwei Jahren begonnen selbst mehr bezüglich dieses Themas zu recherchieren um meinen Körper noch besser kennenzulernen. In diesem Artikel teile ich meine persönlichen Erfahrungen und Rechercheergebnisse zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Menstruationsbeschwerden mit dir.

Die Informationen in diesem Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Der Artikel spiegelt größtenteils meine persönliche Meinung und meine eigenen Erfahrungen wider. Am Ende des Artikels findest du eine Auflistung der Quellen, die ich für das Schreiben des Artikels zusätzlich verwendet habe. Wenn du unsicher bist oder Fragen hast, suche bitte unbedingt deine Ärztin oder Heilpraktikerin auf und tausche dich mit dieser aus. Außerdem empfehle ich dir die hier bereitgestellten Informationen nicht als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen zu nutzen.

 

Unterleibsschmerzen sind normal und gehören dazu, oder?

Über dreiviertel der menstruierenden Frauen erleben während ihrer monatlichen Blutung Regelschmerzen und andere Beschwerden, die nicht durch eine eindeutig körperliche Erkrankung wie Endometriose oder Myome verursacht werden. Damit in Verbindung steht die in unserer Gesellschaft weit verbreitete Annahme, dass Unterleibsschmerzen normal sind und von Frauen einfach akzeptiert werden müssten.

Biologisch können Unterleibsschmerzen dadurch erklärt werden, dass ein Anstieg von Prostaglandin (einer hormonähnlichen Substanz) während der Menstruation dafür sorgt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht (um die überschüssige Schleimhaut abzustoßen), was Krämpfe auslösen kann. Das Nervensystem bereitet sich durch den Anstieg des Prostaglandins auf Schmerzen vor, wodurch sich die Schmerzreaktion verstärkt und bei Kontraktionen der Gebärmutter verstärkte Schmerzsignale an das Gehirn weitergeleitet werden.

In diesem Zusammenhang erleben Frauen häufig auch mit den Schmerzen auftretende Übelkeit Erbrechen und Durchfall (ich gehöre da auch zu!).

Die westliche Medizin und damit viele (Frauen-)Ärzte nehmen diese Erklärung als Anlass zu sagen, dass Unterleibsschmerzen während der Menstruation „normal“ sind und Frau damit einfach leben muss. Viele empfehlen gegen die Schmerzen Schmerztabletten oder sogar die Einnahme der Pille…

Das dies den Grund bzw. die Ursache für die Schmerzen aber nicht wirklich löst, sondern lediglich ein Symptom überdeckt, wird bei dieser Denkweise ignoriert.

Ich bin kein Arzt und möchte auch nicht so tun als verstünde ich zu 100%, was in unseren Körpern los ist, was ich mittlerweile aber verstanden habe, ist, dass Unterleibsschmerzen während der Menstruation NICHT normal sind!

Menstruationsbeschwerden wie viele Frauen in der westlichen Welt sie heute erleben sind unter anderem ein Resultat unseres heutigen Lebensstils. Die Menstruation ist ein natürlicher Prozess unseres Körpers, der schmerzfrei beziehungsweise nur mit geringen oder leichten Krämpfen im Unterleib ablaufen sollte. Dass Frauen heute während ihrer Menstruation teilweise nicht ihren Alltag fortführen können und „krankgeschrieben“ werden müssen, ist nicht normal.

Schmerzen und körperliche Beschwerden sind immer ein Zeichen des Körpers, das etwas nicht stimmt und er Hilfe benötigt.

In einigen Fällen können wie gesagt ernsthafte Erkrankungen Ursache für die Schmerzen sein. Wenn du unter regelmäßigen starken Unterleibsschmerzen leidest, solltest du das daher auf jeden Fall von einer Frauenärztin oder Heilpraktikerin klären lassen.

Wenn eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden kann, heißt das aber nicht, dass du für immer mit deinen Schmerzen leben musst. Der Grund für die Schmerzen kann auch in einem Hormonungleichgewicht in deinem Körper, einem ungeeigneten Lebensstil oder sogar in unaufgearbeiteten psychischen und mentalen Problemen liegen. Für alle Ursachen gibt es Möglichkeiten diese (allein oder mit Unterstützung, aber meist ohne Medikamente) aufzulösen.

 

Meine persönliche Geschichte

Wenn du meinen Artikel über die Pille gelesen hast, weißt du, dass ich mit 15 begonnen und dann für 10 Jahren fortlaufend diese hormonelle Verhütungsmethode genommen habe. In dieser Zeit hatte ich nur selten und wenn eher leichte Unterleibsschmerzen während meiner Menstruation.

Nach dem Absetzen der Pille sind die Beschwerden über die Monate, während mein Körper versucht hat seinen natürlichen Hormonhaushalt wieder herzustellen, immer schlimmer geworden – vor allem der erste Tag meiner Blutung kam mit immer stärkeren Schmerzen. Teilweise waren die Unterleibsschmerzen so schlimm, dass ich in manchen Monaten an Tag 1 nicht arbeiten konnte und stattdessen von Krämpfen gequält im Bett, auf dem Sofa oder im Bad lag (bei mir gehen extreme Unterleibsschmerzen einher mit starkem Durchfall und Übelkeit…).

Zu Beginn habe ich die Krämpfe noch mit Schmerztabletten versucht zu unterdrücken. Irgendwann ist mir aber bewusst geworden, dass ich damit nicht die Ursache der Schmerzen behebe, sondern lediglich die Symptome überdecke. Schmerztabletten haben zudem häufig starke Nebenwirkungen für unsere Organe, die viel höher sind als ihr Nutzen.

Für mich sind Schmerzen ein Zeichen des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Anstatt jedoch auf die Suche nach der Ursache zu gehen, hat meine damalige Frauenärztin mir empfohlen entweder stärkere Schmerzmittel zu nehmen oder wieder mit der Einnahme der Pille zu beginnen – beides war keine Option mehr für mich!

Ich habe mir danach eine neue Frauenärztin gesucht und begonnen mich selbst mehr mit dem Thema zu beschäftigen und über die Hintergründe für meine Menstruationsbeschwerden zu recherchieren.

Eine der ersten Dinge, die ich gelernt habe, ist das, was ich im ersten Abschnitt dieses Artikels bereits geschrieben habe: Starke Unterleibsschmerzen während der Menstruation sind NICHT normal! Viel mehr können sie Symptom für Ungleichgewichte oder Krankheiten im Körper sein, denen man ernsthaft auf den Grund gehen muss statt sie einfach mit Medikamenten zu überdecken!

Ich habe mittlerweile verschiedene Dinge ausprobiert. Ich tracke meinen Zyklus, nehme ihn dadurch viel bewusster wahr und kann besser auf meine Bedürfnisse eingehen. Ich beschäftige mich stärker mit meiner Ernährung und ihrem Einfluss auf meinen Zyklus genauso wie mit meinem Stresslevel. Außerdem habe ich begonnen einige Themen im Bereich meiner Weiblichkeit aufzuarbeiten, die meines Erachtens auf mentaler Ebene ebenfalls Einfluss auf meine Menstruation haben.

Mittlerweile erlebe ich Unterleibsschmerzen die meisten Monate wieder viel schwächer; teilweise habe ich gar keine Schmerzen mehr. Ich bin davon überzeugt, einige Dinge gefunden und angepasst zu haben in meinem Zyklus, die mir helfen jetzt weniger Beschwerden zu haben – und die möchte ich im Folgenden mit dir teilen.

 

Potentielle Ursachen für Menstruationsbeschwerden

Vorweg möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass Menstruationsbeschwerden bei Frauen zwar häufig vorkommen, aber nicht normal sind. Starke Schmerzen können ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung wie zum Beispiel Endometriose sein. Diese kann nur durch eine Laparoskopie eindeutig diagnostiziert werden. Daher nochmal die Bitte, körperliche Beschwerden unbedingt durch eine Ärztin oder Heilpraktikerin abklären zu lassen solltest du welche haben.*

Wenn eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden kann und es nach Außen zunächst keine sichtbaren Gründe für deine Menstruationsbeschwerden gibt, kann es eine Vielzahl anderer Ursachen geben.

Auf körperlicher Ebene können zum Beispiel ein Ungleichgewicht deines Hormonhaushalts, Nährstoffmangel oder Schilddrüsenfehlfunktionen Beschwerden hervorrufen (ich finde es schade, dass das bei Ärzten heute nach wie vor nicht immer direkt geprüft wird). Diese Aspekte stehen zum Großteil mit deinem Lebensstil in Verbindung. 

Wie du vielleicht schon in diesem Artikel über den weiblichen Zyklus gelesen hast, hat dein persönlicher Lebensstil einen großen Einfluss auf deinen Zyklus und somit auch auf potentielle Beschwerden während der Menstruation. Deine Ernährung, wie viel du dich bewegst und die Menge an Schlaf beeinflussen unter anderem deinen Hormonhaushalt, genauso wie dein Stresslevel.

Was ich damit sagen will ist, dass die „falsche“ Ernährung, zu wenig Schlaf, zu wenig Sport und viel Stress alle zum Beispiel mit einem potentiellen Hormonungleichgewicht im Zusammenhang stehen und dazu beitragen können, dass du stärkere Menstruationsbeschwerden erlebst.

Auf mentaler und spiritueller Ebene können Menstruationsbeschwerden aber auch durch ungelöste Konflikte, psychische Probleme oder noch nicht aufgearbeitete Trauma entstehen. So habe ich zum Beispiel von Fällen gelesen, in denen Menstruationsbeschwerden bei Frauen schlagartig verschwunden sind, nachdem sie eine unglückliche Beziehung oder einen schlechten Job verlassen haben…

 

Mögliche Behandlungsmöglichkeiten von Menstruationsbeschwerden

Hormonelle Verhütungsmethoden als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden

Auch wenn ich das nun schon mehrfach geschrieben habe, möchte ich auch hier noch mal darauf hinweisen, dass für mich hormonelle Empfängnisverhütungsmittel wie die Pille keine großartige Methode zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden (oder überhaupt irgendwelchen Problemen) sind, da die Ursache für die Beschwerden damit nicht behandelt wird. Sie verhindert lediglich, dass die Symptome auftreten, indem sie den natürlichen Zyklus komplett aussetzt, einen Eisprung und die Menstruation insgesamt unterdrückt. Dazu kommen weitere Nebenwirkungen der Pille wie zum Beispiel Depressionen. Mehr darüber habe ich bereits in diesem Artikel über die Pille geschrieben.

 

Der eigene Lebensstil und Alltag

Oben habe ich bereits geschrieben, dass der persönliche Lebensstil einen großen Einfluss auf unseren weiblichen Zyklus hat und wir daher langfristig mit Ernährung, Sport, Schlaf und vielen anderen, zum Teil kleinen Dingen beeinflussen können wie wir unsere Menstruation erleben.

(1) Zunächst einmal hat mir geholfen, meinen Zyklus und die unterschiedlichen Phasen überhaupt erstmal zu kennen und zu verstehen, was mir in welcher Phase guttut. Viele Informationen dazu habe ich bereits in diesem Artikel über den weiblichen Zyklus geteilt. Mir hilft dabei meine Zyklus-Tracking-App Clue, die ich in der kostenfreien Variante nutze (unbezahlte Werbung).

(2) Ein zweites wichtiges Thema ist definitiv die eigene Ernährung. Ich persönlich merke immer wieder, dass es mir während meiner Menstruation besser geht und ich weniger Beschwerden habe, wenn ich in der Woche vorher auf schwere Kohlenhydrate und Zucker verzichte, da sich mein Körper sonst mit der Verdauung schwertut. Finde für dich heraus, welche Lebensmittel dir guttun und welche eher nicht (auch hier hilft es mal eine Weile schriftlich zu tracken, was du eigentlich so isst und was du in den Tagen darauf und während deiner Menstruation so in deinem Körper wahrnimmst). An vielen Stellen wird empfohlen in der zweiten Zyklushälfte, also mindestens die Woche vor deiner Menstruation, neben Zucker auch auf Alkohol und Milchprodukte zu verzichten und Lebensmittel wie weiße Kartoffeln, Auberginen, Paprika und Tomaten zu reduzieren, da diese entzündungsfördernd wirken und so Beschwerden während der Menstruation verstärken können.

Für mich persönlich waren Bananen ein absoluter „Game Changer“ – sie haben viel Vitamin B6 (was das Immunsystem stärkt) sowie Kalium und Magnesium (was Schmerzlindernd wirkt). Grundsätzlich solltest du darauf achten, dass dein Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist. Es lohnt sich daher mindestens in den Tagen vor deiner Menstruation vermehrt Lebensmittel zu essen, die reich an Eisen und Magnesium sind. Auch Kurkuma ist eine Empfehlung, die ich in mehreren Büchern bereits gelesen habe.

Im Zusammenhang mit der Ernährung ist auch ein regelmäßiger Stuhlgang sehr wichtig. Dieser hilft ebenfalls den Hormonhaushalt zu regulieren, denn auf diesem Weg wird zum Beispiel das Hormon Östrogen aus dem Körper ausgeschieden. Östrogen ist grundsätzlich wichtig für uns und sorgt in der Frühlings- und Sommerphase unseres Zyklus dafür, dass wir voller Energie sind. Gleichzeitig kann es aber auch zu stärkeren Unterleibsschmerzen während der Menstruation, zu PMS, zu Kopfschmerzen und Migräne, zu Schlaflosigkeit und Angstzuständen führen, wenn die Reste nicht regelmäßig aus dem Körper ausgeschieden werden. Ein Übermaß an Östrogen im Körper kann auch Grund für Brustspannungen sein und das Risiko für Brustkrebs erhöhen!

(3) Zusätzlich kannst du für deinen Hormonhaushalt Frauenheilkräuter nutzen, die du zum Beispiel in Form von Tees täglich verwendest. Bei diesem Thema bin ich selbst noch nicht so tief drin, ich möchte mich aber in naher Zukunft verstärkt mit Heilkräutern beschäftigen und ihre Wirkungsweise testen. Auf unserem letzten Share & Care Treffen, in dem wir über den weiblichen Zyklus gesprochen haben, haben einige Frauen die folgenden Kräuter empfohlen, die sie bei Menstruationsbeschwerden nutzen: Schafsgabe, Mönchspfeffer, Frauenmantel und Johanneskraut.

(4) Neben Frauenheilkräutern kannst du natürlich auch mit ätherischen Ölen arbeiten um deinen Hormonhaushalt zu unterstützen. Ich selbst habe genau deswegen überhaupt erst angefangen mit ätherischen Ölen zu arbeiten, weil ich von ihrer unterstützenden Wirkung während der Menstruation gehört habe – heute kann ich mir ein Leben ohne meine Öle nicht mehr vorstellen!

(5) Ein weiteres wichtiges Thema ist Stress. Gerade wir Frauen merken häufig an unserem Zyklus, wenn unser Alltag zu stressig ist. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art von Stress es sich handelt: sei es Streit mit dem Partner, eine zu volle To Do Liste, die Erinnerung an eine als unfair empfundene E-Mail des Chefs oder die Angst vor einem Erlebnis in der Zukunft… unabhängig davon, ob die Situation gerade passiert oder nur in unserer Vorstellung abläuft… der Körper reagiert bei Stress immer mit der Ausschüttung des Stress-Hormons Kortisol.

Langfristig bringt zu viel Kortisol im Körper (mal wieder) unseren Hormonhaushalt durcheinander und kann zu starken Unregelmäßigkeiten in der Menstruation sorgen – sei es, indem unsere Blutung früher kommt als „normal“ oder ganz ausbleibt, indem wir mehr oder weniger bluten als sonst, oder indem wir stärkere Schmerzen verspüren.

Achte darauf, dass du Stressquellen womöglich reduzierst und gönn dir mehr Pausen und Auszeiten im Alltag, wenn du das Gefühl hast, dass du zum Beispiel einen besonders stressigen Beruf hast. Weniger Aktivitäten und Verabredungen in der Phase vor deiner Menstruation können zusätzlich helfen dein Stresslevel zu reduzieren und natürlich hilft auch das „Wundermittel“ Schlaf – ein Erwachsener braucht im Durchschnitt zwischen sieben und neun Stunden Schlaf pro Nacht. Vielen gelingt es nicht diese Menge zu erreichen, weil Schlaf für sie keine Priorität hat und sie glauben, dass sie zu viel zu tun hätten in ihrem vollen Alltag um sich genügend auszuruhen.

(6) Als letztes können auch Tools wie Akkupunktur, Floating oder Breathwork deinen weiblichen Zyklus unterstützen und Menstruationsbeschwerden reduzieren. Sie wirken auf verschiedenen Ebenen und sind auf jeden Fall einen Versuch wert, bevor du zu Medikamenten oder Ersatzhormonen greifst! Sprich dazu am besten mal mit einem Heilpraktiker oder Arzt – oder recherchiere einfach selbst!

 

Während der Menstruation und wenn es akut ist

Alle bisherigen Tipps waren auf eine langfristige Umsetzung und eine mögliche Anpassung deines Lebensstils ausgelegt. Natürlich gibt es auch einige Dinge, die du direkt während deiner Menstruation machen kannst.

(1) Gönn dir Ruhe und zieh dich zurück. Diesen Punkt kennst du schon, aber für mich ist er essentiell wichtig – ich selbst merke immer wieder wie meine Beschwerden schlagartig weniger werden, wenn ich Termine während meiner Menstruation (vor allem an den ersten beiden Tagen) absage und es mir zuhause gemütlich mache. Schlafe länger, mach es dir mit einem guten Buch gemütlich, arbeite von Zuhause (wenn möglich) oder nimm ein heißes Bad. Gönn dir die Ruhe und die Pausen, die dein Körper in dieser Zeit verlangt. Mach dir bewusst, dass dein Körper gerade Blut verliert – du würdest auch bei einer blutenden Wunde nicht einfach weitermachen wie bisher und so tun als wäre nichts.

(2) Nutze Hygieneartikel ohne chemische Zusatzstoffe, Bleichmittel und Parfüm! Wusstest du, wie viele verschiedene Arten von Chemikalien in den herkömmlichen Tampons und Slipeinlagen enthalten sind? – Chlor, Dioxin, BPA, Duftstoffe, nicht biologische Baumwolle (eine der am stärksten veränderten Pflanzen durch den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden!). Vieles wird genutzt, weil die Tampons dadurch zum Beispiel weißer (und damit reiner) wirken und sich leichter in die Yoni einführen lassen sollen! Nichts davon ist jedoch wirklich nötig oder überhaupt gesund für unseren Körper!

Anstatt mit Chemie verseuchte Produkte wie Tampons und Slipeinlagen zu nutzen, die natürlich auch einen Einfluss auf deinen Hormonhaushalt und deine Gesundheit im Allgemeinen haben, kannst du zum Beispiel Menstruationstassen oder Periodenslips nutzen – die sind gleichzeitig auch noch nachhaltig, denn du kannst sie sehr viel öfter nutzen! Alternativ gibt es mittlerweile auch verschiedene Bio-Binden und Bio-Tampons!

Meine Unterleibsschmerzen haben noch mal stark abgenommen, als ich Anfang des Jahres vollständig auf meine Menstruationstasse umgestiegen bin.

(3) Auch wenn du dich vielleicht nicht unbedingt nach Sport und Bewegung fühlst, kann leichte Bewegung in Form von einem Spaziergang oder Yin Yoga entspannen und Schmerzlindernd wirken.

(4) Bezüglich einer guten Ernährung habe ich oben schon einiges geschrieben. Iss möglichst Eisen- und Magnesium-reich (zum Beispiel Avocado, Bananen, Bohnen, Cashews, Kürbiskerne, Mandeln, Sesam, Spinat und dunkle Schokolade) und achte darauf, dass deine Ernährung nicht zu „schwer“ (verdaulich) ist – koche lieber leichte Suppen, und nimm allgemein viel Flüssigkeit in Form von Wasser und Tee zu dir!

Wenn akute Schmerzen und Beschwerden während der Menstruation auftreten, helfen mir persönlich außerdem die folgenden Sachen:

(5) Wärme. Während meiner Menstruation ist mein Körnerkissen non-stop in Gebrauch. Auch ein warmes Entspannungsbad kann die Krämpfe lösen und ist für viele genauso wirksam wie eine Schmerztablette!

Öle für deine Weiblichkeit

(6) Ich habe es oben bereits erwähnt, aber natürlich nutze ich während meiner Menstruation auch meine ätherischen Öle von doTERRA (Werbung). Besonders die Ölemischung „Clary Calm“ für Frauen ist während meiner Blutung meine beste Freundin. Ich trage sie direkt auf meinen Unterleib und unteren Rücken, wo die Schmerzen am stärksten sind, auf und innerhalb weniger Minuten spüre ich Erleichterung.

Weitere individuelle Öle, die besonders gut bei Menstruationsbeschwerden helfen können, sind: schwarzer Pfeffer, Clary Sage (Muskatellersalbei), Kamille, Fenchel, Lavendel, Pfefferminz, Rose, Majoran und Rosmarin.

Wenn du mehr über ätherische Öle und ihre Wirkung erfahren möchtest, schaue gerne einmal hier vorbei. Oder schreib mich direkt an und ich unterstütze dich dabei die für dich richtigen Öle zu finden.

(7) Und zum Abschluss mein Lieblings-Tipp bei Unterleibsschmerzen: Orgasmen! Du musst nicht unbedingt Sex haben beziehungsweise überhaupt etwas mit deinem Partner machen, wenn du dich während deiner Menstruation nicht danach fühlst. Orgasmen kann Frau sich auch allein schenken! 😉 Und sie sind bei Menstruationsbeschwerden wirklich hilfreich: Sie lösen Verspannungen jeder Art, denn durch sie werden im Gehirn Serotonin, Dopamin und Endorphine produziert, die dir ein wohliges Gefühl geben und Schmerzlindernd wirken! Außerdem unterstützen sie den Schlaf.

 

Langfristig: Welche Themen sind noch offen in deinem Leben?

Meine Erfahrung bisher ist, dass Menstruationsbeschwerden auch immer etwas mit tief-sitzenden Themen und Problemen rund um die eigene Weiblichkeit zu tun haben. Sei es eine unglückliche Beziehung, ein schlechter Job oder die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper oder der (nicht) gelebten Weiblichkeit – vieles davon spiegelt sich bei Frauen in der Menstruation wieder, dem stärksten Symbol für unsere Weiblichkeit!

Ich persönlich habe in den letzten Jahren nicht nur viele der in Bezug auf meinen Lebensstil oben genannten Dinge angepasst, sondern habe begonnen auch tiefer zu gehen und Themen aus meiner Vergangenheit und rund um meine Weiblichkeit aufzuarbeiten. Ein Tool, das mir dabei sehr geholfen hat, ist Breathwork – die Arbeit mit dem eigenen Atem! Auf diesem Wege habe ich einige transformierende Erfahrungen gemacht, die dazu geführt haben, dass ich jetzt selbst eine Breathwork-Trainer Ausbildung mache. In Zukunft wirst du dazu auf meiner Webseite noch mehr finden – falls du jetzt schon Fragen dazu hast, melde dich sehr gerne bei mir.

 

Abschließend ist mir wichtig nochmal festzuhalten, dass jede Frau anders ist und uns allen andere Dinge guttun. Es kann also durchaus ein wenig dauern bis du für dich herausgefunden hast, was dir bei deinen Menstruationsbeschwerden hilft. Gib deswegen bitte nicht gleich auf und denk daran: Menstruationsbeschwerden und Schmerzen sind NICHT normal, auch wenn uns das oft von der Gesellschaft und Ärzten widergespiegelt wird.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel ein paar hilfreiche Anregungen geben, wie du in Zukunft mit deinen Menstruationsbeschwerden umgehen kannst. Wenn du magst, teile gerne deine eigenen Erfahrungen zu diesem Thema mit uns, indem du einen Kommentar unter den Artikel schreibst. Was hilft dir besonders bei deinen Beschwerden? Was macht für dich einen Unterschied? Ich freue mich sehr von dir zu lesen!

Alles Liebe,

deine Svenja

Quellen:
Die Informationen, die ich in diesem Artikel mit dir teile, stammen aus folgenden Quellen:
Maisie Hill: Period Power: Harness Your Hormones and Get Your Cycle Working For You** 

Anmerkungen:
* Zum Thema Endometriose gibt es mittlerweile ebenfalls sehr viele Informationen im Internet. Ich bin keine Expertin auf dem Gebiet, habe aber mittlerweile auch einiges darüber gelesen. Eine Operation ist nicht immer notwendig, und Endometriose kann stattdessen auch durch Ernährung, Akupunktur und Kräuter sowie Physio-Therapie erheblich unterstützt werden. Auch hier empfehle ich die Zusammenarbeit zum Beispiel mit einer Heilpraktikerin, die dich da vertrauensvoll beraten und unterstützen kann.
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Photos:
(1) Ava Sol (Unsplash: 5raXLWyxE7Q)
(2) Sharon McCutcheon (Unsplash: AgOZ88BuyMI)
(3) Svenja Tasler

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