Meine Ängste vor dem Launch meiner Webseite „Creativity to go“

Am Sonntag, dem Tag der Kreativität, habe ich (endlich) meine Webseite live geschaltet, an der ich fast drei Monate gearbeitet habe. Ich freue mich nach wie vor riesig darüber und bin ehrlich gesagt auch stolz auf mich, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Allerdings fiel mir der Weg nicht immer leicht. In diesem Artikel nehme ich dich mit auf eine Reise durch meine Gefühle in den Tagen und Wochen vor dem Launch und berichte von aufkommenden Ängsten und wie ich sie überwunden habe (wie immer konnte ich mich dabei nicht kurz fassen).

Seit fünf Tagen ist Creativity to go jetzt also online. Ich bin mächtig stolz auf meine Webseite, vor allem weil ich den Großteil der Seite komplett allein (beziehungsweise mit Hilfe von YouTube Videos) erstellt habe. Es ist schwer zu beschreiben, was einem in dem Moment, wenn das Herzensprojekt live geht, durch den Kopf geht – als ich Sonntag um 10 Uhr die Taste gedrückt habe um die Webseite live zu schalten, sahen meine Gedanken ungefähr so aus:

Hurra, meine Webseite ist online!

Und direkt im Anschluss:

Oh mein Gott, meine Webseite ist online!! 

Diese Achterbahn der Gefühle habe ich in den vergangenen Monaten mehrfach durchgemacht und im nächsten Abschnitt kannst du darüber etwas detaillierter lesen…

Eine Reise durch meine Gefühlswelt der letzten Monate

Oktober 2018

Seit Monaten möchte ich einen neuen Blog starten. Okay, eigentlich habe ich schon seit 2015 verschiedene Ideen gehabt, mit denen ich gern „raus“ gegangen wäre. Irgendwie hat es sich aber nie richtig angefühlt – soll heißen: ich hab mich einfach nicht getraut! 😀 Im vergangenen Sommer und Herbst wurde der Drang dann immer größer. Meine Vision wurde stärker und klarer. Eines Abends auf dem Weg von der Arbeit nach Hause kam mir die ganz konkrete Idee zu Creativity to go – inklusive Namen und Konzept! Ich war sofort voller Begeisterung, quasi Feuer und Flamme! Und ich wusste, dass ich dieses Mal auch in die Umsetzung gehen musste – es fühlte sich einfach zu richtig an, als dass meine Ängste mir das verderben dürften. Außerdem nahm ich gerade an einem Online-Coaching-Programm teil, das mir den Raum gab, meine Idee weiterzuentwickeln und auch direkt in die Umsetzung zu kommen.

November 2018

Okay, meine Vision ist wirklich klar. Ich weiß, was ich will und wo ich hin will. Leider weiß das sonst noch keiner. Ich tue mich sehr schwer damit anderen von meiner Idee zu erzählen. Warum eigentlich? Es ist eine tolle Idee – aber was, wenn mich jemand dafür auslacht? Was, wenn meine Freunde mich auslachen?

Ich stecke mal einen Zeh ins Wasser – und erzähle erstmal einer meiner engsten Freundinnen und ein paar fremden Frauen auf dem Creative Women Retreat an der Ostsee von meiner Idee. Irgendwie fällt es mir leichter, es Fremden zu erzählen – sollten die mich verurteilen, muss ich sie ja nie wieder sehen. 😉 … Aber natürlich verurteilen sie mich nicht! Es herrscht eine tolle, vertraute Stimmung auf dem Retreat, obwohl die Gruppe sich kaum kannte. Ich erhalte Unterstützung und Zuspruch für meine Idee und gehe sehr gestärkt und motiviert aus dem Retreat. Ich bin bereit mit der Umsetzung zu beginnen!

Dezember 2018

Ein Monat der Planung und Vorbereitungen. Und Recherche. Möchte ich meine Webseite nun allein erstellen oder möchte ich mir Hilfe durch eine Webdesignerin und einen Programmierer holen? Ich hätte das Geld dafür „übrig“, aber natürlich würde ich es lieber sparen und für mögliche zukünftige Fortbildungen ausgeben. Aber bin ich wirklich allein in der Lage eine Webseite aufzubauen, wo ich doch keinerlei Programmierkenntnisse habe?

Kurz vor Weihnachten erzähle ich dann meiner besten Freundin von meinen Plänen. Das war meine „All In“-Situation – ich wäre wirklich verunsichert gewesen, hätte sie meine Idee nicht gut gefunden. Aber – beste Freundin, die sie natürlich auch aus einem bestimmten Grund ist 😉 – sie fand die Idee nicht scheiße und hat mich sofort unterstützt! Danach fiel es mir viel leichter anderen Menschen von meiner Idee zu erzählen und ich habe langsam begonnen die Nachricht zu streuen, dass ich an einem neuen, persönlichen Projekt arbeite. Eigentlich wollte ich Weihnachten auch meiner Familie davon erzählen; ein weihnachtlicher Familienstreit hat das aber verhindert… so ist das manchmal 😉

Januar 2019

Die Entscheidung ist gefallen. Ich verzichte auf Webdesigner und Programmierer und werde mich mit WordPress selbst daran versuchen mein Projekt in die Welt zu bringen. Ob ich wohl verrückt geworden bin? Immerhin habe ich recht hohe Ansprüche an das Endresultat…

Februar 2019

Und plötzlich geht alles sehr schnell. Ich kaufe eine Domain, ein WordPress-Paket und ein Bekannter von Katharina vom Creative Women Retreat installiert mir alles, so dass ich mit dem Aufbau der Webseite wirklich starten kann. Nach einigen YouTube Videos, bin ich auch schon mitten drin. Meine Wochenenden verbringe ich fast ausschließlich in meinen Lieblingscafés, wo das Internet schneller ist als zuhause und ich entspannt an meiner Webseite arbeiten kann – und wer hätte es gedacht, aber es macht mir richtig Spaß!!!

Außerdem bin ich in Kontakt mit Nina vom Creative Women Retreat, die mir mein Logo erstellt. Vom ersten Entwurf an bin ich total verliebt! Täglich wird mein Projekt realer!

Und dann finde ich durch einen Wink des Universums heraus, dass der Tag der Kreativität am 21. April ist – am Osterwochenende, das ich mir vorher schon als grobe Deadline zur Veröffentlichung meiner Webseite gesetzt hatte! Alles passt perfekt. Ich reite auf einer Wolke von Optimismus und Vorfreude.

März 2019

Okay, Zeit es meiner Mutter zu sagen. Ich weiß… – du stehst ein paar Wochen vor dem Launch deiner Webseite und hast deiner Familie noch nicht davon erzählt??? 😀 Weihnachten hatte es ja nicht geklappt und seit dem fehlte mir irgendwie wieder der Mut. Und wenig überraschend wurde es nicht leichter je länger ich wartete… Umso größer war die Erleichterung, als auch sie sehr positiv reagierte. Ich frage mich schon auch, warum ich eigentlich immer wieder diese Angst habe, von meinem Herzensprojekt zu erzählen…

April 2019

Mittwoch 03. April

Ich schalte abends meine Social Media Kanäle für Creativity to go live. Den ganzen Tag über habe ich mich darauf gefreut und war aufgeregt. Direkt danach ist mir erstmal richtig übel. Habe ich gerade wirklich das Richtige gemacht? Jetzt erfahren ja auch meine Kollegen (in Deutschland und England!) von dem Projekt. Werden die mich weiterhin ernst nehmen? – Ich klinge sicher wie eine gesprungene Schallplatte, aber WIEDER sind alle super unterstützend und ich erhalte viel positives Feedback…

Nach der Aktivierung meiner Social Media Accounts sind es noch zweieinhalb Wochen bis zur Freischaltung meiner Webseite – aber interessanterweise sind alle meine Zweifel und Ängste jetzt weg. Keiner hat mich aufgefressen als ich auf Instagram und Facebook online gegangen bin, dann kann es ja mit der Webseite nicht viel schlimmer sein… Die restlichen Vorbereitungen machen mir riesigen Spaß und meine (positive) Aufregung steigt jeden Tag. Gleichzeitig steigt natürlich auch der Stress, weil ich – wie immer – last minute noch so viel erledigen möchte für die Webseite.

Samstag, 20. April

Es ist 19:00 Uhr. Meine Webseite ist offiziell fertig! Ich muss keine Nachtschicht einlegen. Darüber freue ich ungemein. Kurz darauf wird mir doch noch mal richtig schlecht und die Nervosität nimmt plötzlich überhand. Ich verbringe den Abend bei strahlendem Sonnenschein am Meer und lenke mich so gut wie möglich ab um nicht zu viel darüber nachdenken zu müssen, was ich morgen mache. 😉

Sonntag, 21. April

Heute ist es also soweit! Das Gefühl, das ich verspüre ist unbeschreiblich! Die Angst ist wieder verschwunden, aber da ist eine Menge (positiver) Aufregung in Verbindung mit ordentlich Bauchkribbeln! Ich bin ganz gerührt, als einige meiner Mädels mir noch vor 10 Uhr eine Nachricht schicken und mir einen schönen Tag der Kreativität und Launch-Day wünschen! Ich liebe meine Mädels! 🙂

Als ich die Webseite freigeschaltet habe, hyperventiliere ich fast vor Aufregung! Ich brauche eine gute Stunde um mich zu beruhigen. Danach geht das Leben „normal“ weiter und natürlich passiert nicht viel Aufregendes, weil alle Welt Ostern mit ihren Familien feiert. 😉

Abends verfasst eine Freundin den allerersten Kommentar unter einen meiner Blogartikel. Danach bin ich noch einmal ordentlich aufgeregt, denn es hat tatsächlich schon jemand meine Webseite aufgerufen und Artikel gelesen! 🙂

Seit dem Launch

Das lässt sich sehr kurz zusammenfassen: Die Welt hat immer noch nicht aufgehört sich zu drehen (verrückt, ich weiß!). Generell hat sich bisher natürlich nichts verändert. Aber ich habe sehr viel positives Feedback zu der Webseite bekommen. Und ja, ich bin nach wie vor unglaublich stolz auf meine Leistung!

Warum haben wir eigentlich Angst? Und wovor überhaupt?

Angst ist ein Gefühl, das vor allem dann auftritt, wenn wir uns in einer Situation (physisch oder psychisch) bedroht fühlen. Sie ist normalerweise eine Reaktion, die in unserem Körper entsteht, um unser Überleben zu sichern und den bekannten „Fight or Flight“ Reflex in uns auszulösen. Dieses tief in uns verankerte Grundgefühl stammt aus der Urzeit, als wir noch der recht konstanten Gefahr ausgeliefert waren von Säbelzahntigern gefressen zu werden. Situationen, die uns unbekannt waren oder in denen wir ohne unsere Gruppe unterwegs waren, konnten schnell lebensgefährlich für uns werden…

Heute ist unsere Situation natürlich etwas anders. In unserer Gesellschaft müssen wir, wenn wir ehrlich sind, eher selten fürchten, dass wir in Lebensgefahr geraten, wenn wir das Haus allein verlassen oder in einem uns fremden Ort unterwegs sind. Die Gefahr zum Mittag auf dem Teller eines Säbelzahntigers zu landen, ist… nun ja, sehr gering.

Trotzdem reagieren unsere Körper heute noch genauso wie damals auf uns unbekannte oder stressige Situationen. Ob wir nun fast von einem Bus überfahren werden, ein Familienmitglied einen abwertenden Satz über unsere Zukunftspläne fallen lässt oder wir uns nur vorstellen eine Webseite zu starten und uns an einem neuen Thema auszuprobieren – unsere Körper unterscheiden nicht zwischen Realität und unserer Gedankenwelt und sie erkennen all diese Situation gleich als „lebensbedrohlich“ an. Unser Gehirn versetzt unseren Körper in Alarmbereitschaft und beginnt Stresshormone auszuschütten. Unsere Instinkte sagen uns, dass wir entweder angreifen oder weglaufen müssen. Sofort!

Was unsere (Lebens-)Träume angeht, entscheiden wir uns dabei leider allzu häufig für das Weglaufen – und das noch bevor wir überhaupt begonnen haben und es überhaupt zu einer kritischen Situation kommen konnte! Vielmehr hat unser Kopf (beziehungsweise unser Ego) bereits alle möglichen Angst-Szenarien durchlaufen und für uns entschieden, dass es viel sicherer ist im Altbekannten, in der gemütlichen Komfortzone zu verharren.

Natürlich kann es ganz unterschiedliche Gründe und Auslöser für unsere Angst geben. Wie aber bereits gesagt, die meisten davon haben nichts damit zu tun, dass wir uns tatsächlich in Lebensgefahr befinden (könnten).

Während ich mich mit dem Launch von Creativity to go beschäftigt habe, hatte ich vor allem immer wieder mit zwei Arten von Angst zu tun (vielleicht hast du das in meiner Beschreibung oben schon erkannt):

1. Die Angst sich zu zeigen – es fällt mir nicht leicht es zuzugeben, aber eine meiner häufigsten Gedanken während des Launch-Prozesses war: „Was werden andere dazu sagen?“ – was wird meine Familie sagen? Was werden meine Freunde denken? Wird mich jemand verurteilen? Was mache ich, wenn ich nur Kritik dafür ernte?

2. Die Angst zu versagen – die Gedanken, die in diesem Rahmen immer mal wieder hoch kamen, waren: was, wenn ich nicht gut genug bin um das Projekt umzusetzen? Was, wenn ich es nicht schaffe, die Webseite aufzusetzen oder in meinen Artikeln nicht das rüber bringen kann, worum es mir eigentlich geht?

Diejenigen, die selbst Herzensprojekte haben und sich damit in der Außenwelt zeigen wollen, können sicher nachvollziehen, wie beängstigend diese Gedanken sein können und wie sie die Oberhand gewinnen können, wenn man ihnen zu viel Raum überlässt. Ich bin mir sicher, dass es sehr viele Herzensprojekte gibt, die es genau aus diesen Gründen beziehungsweise diesen Ängsten niemals in die Welt geschafft haben – weil die Angst so übermächtig war, dass man lieber in seiner Komfortzone geblieben ist.

 

Wie kann ich meine Ängste überwinden?

Wie du daran sehen kannst, dass du gerade diesen Artikel auf meiner Webseite liest, haben meine Ängste mich nicht davon abgehalten, trotzdem mit meinem Herzensprojekt raus in die Welt zu gehen. Die Antwort auf die Frage, wie ich es trotz der ängstlichen Stimmen in meinem Kopf geschafft habe aus meiner Komfortzone rauszukommen, ist relativ einfach:

Raus aus der Komfortzone bedeutet heute nicht mehr, dass wir gleich sterben müssen!

Das mag für den einen oder anderen jetzt etwas dramatisch klingen. Natürlich sterbe ich nicht gleich, wenn ich meine Webseite veröffentliche, wenn ich nicht erfolgreich mit ihr bin oder wenn mich jemand dafür kritisiert, was ich hier mache. Letztlich finde ich aber, dürfen wir uns das doch immer mal wieder ins Gedächtnis rufen – denn der Ursprung unserer Angst kommt ja genau daher, dass unser Ego fürchtet, uns könnte etwas Lebensbedrohliches passieren! Es ist also überhaupt nicht dramatisch sich immer wieder bewusst zu machen, dass dies nicht wahr ist.

Wie habe ich mir das bewusst gemacht? Indem ich mich hingesetzt habe und mir ganz ehrlich die Worst-Case-Szenarien angeschaut habe, wenn es um meine Ängste ging. Was wird schlimmstenfalls passieren, wenn ich mit meinem Herzensprojekt raus gehe – und ist das wirklich wahrscheinlich? Ganz ehrlich… Falls ja, wie kann ich dann damit umgehen?

(Spoiler-Alarm: in keinem Szenario werde ich am Ende sterben! 😉 ). 

Hier sind ein paar meiner Worst-Case Szenarien:

1. Keiner in meiner Familie und in meinem Freundeskreis findet die Idee gut oder unterstützt mich… mh… ja, das wäre natürlich ungünstig und würde mich sicherlich runterziehen. Ich habe ja oben schon geschrieben, dass das der Grund war, warum ich immer wieder relativ lange gewartet habe, bis ich es Freunden oder Familienmitgliedern erzählt habe.

Die Wahrheit ist aber: Niemand hat mich verurteilt (zumindest hat mir das keiner offen gezeigt) – ganz im Gegenteil: ich habe in den letzten Monaten unglaublich viel Unterstützung und Liebe für die Umsetzung dieses Projekts erhalten, beides hat mich unglaublich gestärkt und mir Mut gemacht.

Was wäre gewesen, wenn dieses Worst-Case Szenario doch eingetroffen wäre? … dann hätte ich mir Gedanken machen dürfen, ob mein Umfeld wirklich das richtige Umfeld für mich ist. Denn wenn die Menschen, dir mir am nächsten stehen, mich versuchen von meinem Herzensprojekt abzuhalten, dann darf ich mir schon überlegen, ob sie wirklich daran Interesse hätten, dass ich glücklich bin – oder ob vielleicht ihre eigenen Ängste dafür sorgen, dass sie uns alle lieber in der Komfortzone verbleiben sehen wollen…

2. Alternativ kann ich natürlich auch darüber nachdenken, was wäre, wenn zwar meine Familie und Freunde mich unterstützten, ich aber aus dem Außen vor allem Kritik für das Projekt bekäme. Das würde sicher sehr an meinem Selbstbewusstsein knabbern. Wo es doch meine Vision ist die Menschen zu inspirieren.

Hier habe ich kritisch hinterfragt wie wahrscheinlich es wirklich ist, dass ich ausschließlich Kritik erfahre. Und habe beschlossen, zu glauben, dass die Wahrscheinlichkeit zunächst einmal sehr gering ist. Warum? Weil ich an mein Projekt und meine Vision glaube! Das darf in diesem Fall ausreichen.

Aber ja, natürlich wird es Leute geben, die mein Projekt nicht mögen, die mich gegebenenfalls kritisieren. Und Kritik kann hart sein. Aber es kann auch eine Chance sein zu lernen und zu wachsen. Im Zweifel fühle ich mich ein paar Tage nicht gut, wenn mich Kritik erreicht, und dann werde ich lernen damit umzugehen, daran zu wachsen und weitermachen.

3. Das Gegenteil wäre natürlich übrigens auch ein Worst-Case Szenario: Einfach NIEMAND interessiert sich für meine Webseite und ich erreiche nicht eine Person mit meinen Artikeln. Natürlich möchte ich Menschen mit dieser Webseite erreichen – und ich hoffe sehr, dass es Leute gibt, die meine Inhalte interessant und hilfreich finden (sonst hätte ich nicht damit angefangen), aber ich möchte mein Lebensglück nicht allein davon abhängig machen, was andere denken, sondern auch für mich selbst Freude an dem Schöpfungsprozess haben – und das hatte ich bisher auf jeden Fall! In dem Moment, als ich anfing, an meiner Webseite zu arbeiten, war diese Sorge völlig unwichtig für mich. Allein die Erstellung der Webseite hat mir so viel Spaß gemacht, das Schreiben jedes Artikels bereitet mir so viel Freude, dass es dadurch schon wert war das Projekt anzugehen.

Wenn sich in einem Jahr übrigens heraus stellt, dass niemand außer mir Creativity to go spannend findet, dann habe ich trotzdem eine tolle Erfahrung gemacht, aus der ich mit Sicherheit viel lernen durfte – und dann kann ich immer noch nach einem neuen Herzensprojekt Ausschau halten. 😉

4. Und als letztes Szenario: Mir fehlen die Fähigkeiten die Webseite zu erstellen und ich kann das, was ich mir vorgenommen habe, nicht umsetzen. Die Antwort auf dieses Problem war relativ einfach. Ich muss es im Zweifel nicht allein können – ich darf mir Hilfe holen, wenn ich etwas nicht kann. Es gibt genug Webdesigner und Programmierer, die meine Traumvision in die Realität umsetzen können für mich.

Nachdem ich mich mit den Worst-Case Szenarien beschäftigt hatte, habe ich mich gleich auch noch mit dem Best-Case Szenario auseinander gesetzt! Wenn wir schon mal dabei sind… 😉 Dabei habe ich mich inspirieren lassen von Elizabeth Gilbert’s Buch „Big magic“ (*Affiliate-Link – über das Buch habe ich diese Woche ja bereits hier ausführlich berichtet). Sie spricht davon, dass nur außerhalb unser Komfortzone wirklich großartige Magie geschehen kann – in welcher Form auch immer.

Mit meiner Vision von einem kreativen Leben, durch das ich andere Menschen ebenfalls dazu inspirieren kann ihr eigenes kreatives Leben zu leben, fiel es mir ehrlich gesagt nicht so schwer mir vorzustellen, wie „big magic“ im best-case Szenario aussehen könnte… 🙂

Wenn ich jetzt noch mal auf die vergangenen Monate zurückblicke und meine Gedanken von eben zusammenfassen soll, würde ich sagen, war der wichtigste Schritt, mir meiner Ängste erstmal bewusst zu werden und sie konkret zu benennen! Sobald das geschehen war, konnte ich auch mit ihnen arbeiten – in der Form, dass ich sowohl meine Worst-Case als auch Best-Case Szenarien ausgearbeitet habe und meine Ängste damit zwar nicht vollständig eliminieren konnte (ich bin mir wirklich nicht sicher, ob das jemals möglich ist), aber zumindest konnte ich Hand-in-Hand mit der Angst aus meiner Komfortzone heraus treten und mein Herzensprojekt in die Welt bringen.

Wenn du magst, erzähl mir doch mal, wann du das letzte Mal mit deiner Angst konfrontiert warst, und wie du damit umgegangen bist. Konntest du deine Angst überwinden und ebenfalls raus aus deiner Komfortzone treten oder gibt es aktuell sogar ein Herzensprojekt bei dir, das nur darauf wartet, dass du deine Komfortzone endlich verlässt? Ich freue mich, wenn du deine Antworten mit mir in den Kommentaren unter diesem Artikel teilst oder unter meinem Post auf Facebook oder Instagram.

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag voller Kreativität und Energie!

Alles Liebe,

Deine Svenja

*Affiliate-Link: Wenn du über die Links auf dieser Seite ein Produkt bestellst, bekomme ich eine kleine Provision für meine Empfehlung – der Kaufpreis ändert sich für dich dadurch nicht!

Foto Credit: Frank Marino on Unsplash_309778

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